Die Eisheiligen…

Die Eisheiligen machen ihren Namen wieder mal richtig Ehre. Meistens spürt man ihre Kräfte kurz vor oder kurz nach dem eigentlichen Datum. Dieses Jahr finden die „Eisheiligen“ vom 11. Mai bis zum 15.Mai statt. Der erste Eisheilige ist Mamertus, dann folgt Pankratius, darauf Servatius, als vorletzter der Bonifatius und abschließen tut das ganze die „Kalte“ Sophia!

Am aktuellen Wetter erkennt man, das die Eisheiligen Zeit ist. Ab dem verschaffen wir Abhilfe. Wir schüren den Kachelofen an und genießen das wärmende und knisternde Feuer. Herrlich! Dazu wir dein schmackhafter Tee genossen und ein gutes Buch gelesen. Ab 16. Mai geht es wieder voll bergauf mit den Temperaturen, aber ordentlich und dann ist Sommer angesagt!

Weihnachten in Österreich

Die schönsten Bräuche am Heilig Abend

Die Pisten sind perfekt präpariert, das Skifahren geht SEHR GUT und das Wetter spielt auch mit. Saalbach Hinterglemm erstrahlt – bernsteinfarbene Lichterketten schmücken die Dorfstraßen und liebevoll dekorierte Häuser erfreuen Gäste und Einheimische beim abendlichen Spaziergang. Alles steht im Zeichen von WEIHNACHTEN – schließlich steht der Heilig Abend direkt bevor! Galadinner für Gäste aus der ganzen Welt, verschiedenste Kulturen an einem Tisch und Weihnachtsmusik in allen Sprachen prägen heute das Bild vom 24. Dezember. Aber wie war es noch von einer Generation – vor der Hochblüte des Tourismus im Glemmtal?


Bereits am 04. Dezember wurde aus dem Garten ein Kirschzweig geholt und im Haus an einem warmen Ort platziert. Wenn die Rispe am 24. dann erste Blüten zeigte, stand dem Haushalt im kommenden Jahr ein besonderes Glück ins Haus. So manche Hochzeit wurde schon vom „Barbarazweigerl“ prophezeit – viele freuten sich aber auch über einen reichen Kindersegen.

An Weihnachten selbst, der 24. gilt nach wie vor noch als Fasttag, wurde zu Mittag das traditionelle „Bachikoch“ gegessen. Die einfache Speise aus Mehl, Milch, Salz, Butter und etwas Zucker oder Honig scheidet nach wie vor die Geister und wird entweder heiß geliebt oder strikt gemieden.

Am Abend servierte die Hausfrau dann die beliebte „Würstelsuppe“ – eine Rindssuppe mit Gemüse, Fleisch, Würstel und Nudeln als Einlage.

Nachdem alle kräftig zugelangt haben, wurde die Glut aus dem Ofen genommen und mit Weihrauch und getrockneten Kräutern bestückt. Das sogenannte „RACHEN“ führte die Familie durch alle Räume in Haus und Hof – leise betend sollten so böse Geister vertrieben werden. Welche Nächte genau zu den Raunächten zählen, ist von Region zu Region verschieden – der Heilig Abend zählt aber überall dazu.


Danach ging es zur Bescherung rund um den Christbaum – meist eine einfach geschmückte Fichte, darunter nützliche Geschenke wie Socken, Unterwäsche oder manchmal auch ein kleines Spielzeug oder eine seltene Leckerei.

Später am Abend zogen sich dann alle warm an und es ging Richtung Kirche – um Mitternacht wurde gemeinsam die Christmette besucht.

Nach der Rückkehr fielen alle müde in die Betten – schließlich wartete auch am nächsten Tag wieder viel Arbeit auf die Familie.

Trotz den geänderten Umständen im Glemmtal sieht man hinter dem ein oder anderen Vorhang Familien bei „Bachikoch“ und Würstelsuppe und der Duft von Weihrauch zieht übers Dorf.

Wir wünschen Ihnen von Herzen FROHE WEIHNACHTEN und ein schönes Fest!

Liebe Grüße aus dem Johanneshof,
Familie Riedlsperger & das gesamte Team

 

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